25 Jahre Flugwerft Oberschleißheim

Am 8. und 9. Juli 2017 feiert die Flugwerft Schleißheim ihren 25. Geburtstag mit einem großen Fly-In und einem Sommerfest. Mehr als 125 Jahre Luftfahrtgeschichte sind hier präsent – an einem Ort, der selbst Luftfahrtgeschichte geschrieben hat. Schon am Tag vor der Eröffnung lobte die Süddeutsche Zeitung die Architektur des Neubaus als ein „Meisterstück technischer Architektur“. Und weiter: An bayerischen Maßstäben heutiger Architektur gemessen, grenze es fast an ein Wunder, was in Schleißheim geschehen ist. In der Tat wollte man das Gebäude 10 Jahre vor seiner Eröffnung noch abreißen. Fotos von damals zeigen die historische Halle in einem verheerenden Zustand. Die ungenutzten Gebäude waren verwüstet worden, nachdem 1968 die US Army den Flugbetrieb eingestellt und 1973 das zu der Zeit völlig intakte Bauwerk an die Bundesrepublik übergeben hatte. Danach genügten wenige Jahre, um das historische Bauwerk in eine desolate Bruchbude zu verwandeln. Doch 1983 wendete sich das Blatt: Das Deutsche Museum beantragte eine Außenstelle, um seine immer größer werdende Luft- und Raumfahrtsammlung unterbringen zu können, das Landesamt für Denkmalschutz stellte die Anlage unter Schutz, und ein neugegründeter Verein setzte sich die Erhaltung der Flugwerft zum Ziel. Und dann war da noch Franz Josef Strauß, der begeisterte Flieger, der sich persönlich für die Flugwerft stark machte – ohne ihn würde es sie in ihrer jetzigen Form wohl nicht geben. Rund 50 Millionen Mark haben Sanierung und Erweiterung gekostet. Das Projekt brachte das Deutsche Museum an die Grenzen seiner Belastbarkeit – aber der Kraftakt hat sich gelohnt. Das Zweigmuseum ist weitaus erfolgreicher, als man sich es seinerzeit erhoffte. 100 000 Besucher kommen Jahr für Jahr nach Schleißheim, Tendenz steigend. Und für das Jubiläumsjahr 2017 wünscht man sich natürlich einen neuen Besucherrekord.
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