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Flugplatzwanderung

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 Die Pilotinnen und Piloten der am Flugplatz Oberschleißheim beheimateten Luftsportvereine auf Spurensuche mit Paul Eschbach von den Bayerischen Flugzeug Historikern e.V. (Foto Andreas Pirchmoser)25. Januar 2014 – Die Pilotinnen und Piloten der am Flugplatz Oberschleißheim beheimateten Luftsportvereine auf Spurensuche mit Paul Eschbach von den Bayerischen Flugzeug Historikern e.V. (Foto Andreas Pirchmoser)Zusammen mit den Bayerischen Flugzeug-Historikern haben rund 35 Pilotinnen und Piloten mit Kind und Kegel einen Teil des Flugplatzes erkundet, der im Rahmen der öffentlichen Führungen nicht begangen wird – nämlich die Südplatzrunde. Von den Junkers Hallen aus ging es über die Jägerstraße südlich durch die Wälder – dort sieht man noch vieles aus der Nutzung des Platzes und kann 100 Jahre Luftfahrtgeschichte hautnah erleben.Da sind zum Beispiel die Torpfosten, die einen der Zugänge zum ehemaligen Heeresflugplatz und die südliche Grundstücksgrenze markieren. Oder die halbgeschossig aus dem Erdreich ragende Pumpenstation, mithilfe derer der Grundwasserspiegel auf dem Flugplatzgelände niedrig gehalten wurde. Von der einstigen Waffenmeisterei ist heute nur noch eine mit Moos bewachsene Fundamentplatte in der Magerwiese auszumachen. Markanteste Zeugen jener Zeit, da am Flugplatz Oberschleißheim Hochbetrieb herrschte, sind wohl die Junkershallen, erster Halt dieser von Paul Eschbach geführten Flugplatzwanderung. Ähnlich markant, doch nur dem aufmerksamen Auge erkennbar, sind die vielen von Menschenhand geschaffenen Veränderungen der natürlichen Geländeformation: ein langgestreckter Erdwall etwa, der den Schießplatz begrenzte und unter dem sich noch Teile der geschützten Zugänge zu den Zielscheiben verbirgt. Oder aber die breiten Schneisen, wo man(n) dereinst Flugzeuge zu ihrem Unterstellplatz im gelichteten Wald rollte. Sie wurden gegen Ende des zweiten Weltkrieges dorthin verbracht, um sie vor feindlichem Beschuss zu sichern. Doch da herrschte vor allem Treibstoffmangel, und das Tausendjährige Reich war dem Ende nahe. Der Flugplatz wurde Ende April 1945 widerstandslos an die Amerikaner übergeben.